Am Freitag, 10.12., war wieder Rhythmikstunde. Diesmal haben Elisabeth, meine Tante, und Josefine zugeschaut. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Einmal in der Stunde haben wir alle zusammen mit dem rosa Ball mit den vielen Fäden gespielt. Ich war in der Mitte, und die anderen haben sich über meinen Kopf den Ball zugeworfen. Das war lustig!
Mama hat von Phase II gesprochen, und Helga ist manchmal mit dem Gegenstand, den ich haben wollte, auf einem Sessel gesessen. Auch bin ich viel gelobt worden, und ich hatte wenig Anfälle an dem Tag. Das war sehr angenehm.
Jakob ist ein autistischer Bub, der genauso wie alle Menschen darauf angewiesen ist, dass man ihn für voll nimmt und ihm alles zutraut. Ein Bub, der nicht, wie andere, zeigen kann, was er alles versteht; der nicht in einer Weise reagieren kann, die es dem Gegenüber leicht macht, ihm Dinge zuzutrauen. Umso mehr ist er auf die angewiesen, die es trotzdem tun. Ziel dieses Blogs ist es, den Personenkreis derer zu erweitern.
Donnerstag, 16. Dezember 2010
Mittwoch, 15. Dezember 2010
9.12. PECS mit Michaela
Am 9.12. war Michaela das zweite Mal da - also eigentlich das dritte Mal, aber beim zweiten Mal hatte ich ja den Unfall mit der Platzwunde, und da konnten wir dann nicht miteinander spielen.
Ich hatte zwar viele Anfälle, aber es hat mir total Spaß gemacht, mit Michaela und Mama zu spielen. Mama hat ein Video gemacht, da seht ihr zuerst, wie Papa und Mama mit mir PECS machen, und dann seht ihr Michaela und Mama mit mir spielen.
Ich hatte zwar viele Anfälle, aber es hat mir total Spaß gemacht, mit Michaela und Mama zu spielen. Mama hat ein Video gemacht, da seht ihr zuerst, wie Papa und Mama mit mir PECS machen, und dann seht ihr Michaela und Mama mit mir spielen.
Hier spielen Mama und Michaela mit mir mit der Rassel
Montag, 6. Dezember 2010
Der NIKOLO war da!
Sonntag, 5. Dezember 2010
Liebesanfall von Josefine
Manchmal zeigt mir Josefine, dass sie mich ganz lieb hat. Ich freue mich wirklich, dass ich so eine tolle Schwester habe! Egal wie anders ich bin als andere Kinder, sie liebt mich so, wie ich bin. Und ich sie natürlich auch!
Hier seht ihr uns Schmusen vor dem Schlafengehen:
Hier seht ihr uns Schmusen vor dem Schlafengehen:
Sonntag morgen
Heute habe ich erstmals seit vielen Wochen bis länger als 6 Uhr geschlafen. Meine Mama war so glücklich! Die Grenze, die sie immer aus Sesseln baut, damit ich nicht in die Küche gehe und alles runterschmeiße, eignet sich gut zum Klettern, wie ich heute morgen feststellen konnte. Mama nennt mich oft einen "tüchtigen Marschierer" - da bin ich dann ganz stolz und grinse über das ganze Gesicht!
Kinderbetreuung
Gestern war ich am Nachmittag bei einer Kinderbetreuung. Wir haben Kekse gebacken und waren im Prater spazieren. Es ist mir sehr gut gegangen, und ich bin froh, dass Mama und Papa das erkannt haben, dass mir Aktivitäten außer Haus (und ohne Eltern) sehr gut gefallen und gut tun. Hoffentlich darf ich sowas öfter machen...
Donnerstag, 25. November 2010
PECS mit Michaela und PLATZWUNDE am Kinn
Heute war wieder Michaela auf Besuch. Mama hat immer von Phase II gesprochen, was weiß ich, was die da redet. Mir gings nur um meine Banane. Mama und Michaela waren so beschäftigt, dass sie keine Fotos machen konnten, aber beide haben gemeint, das muss nächstes Mal unbedingt mitgefilmt werden, weil ich das so toll mache! Na, da war ich natürlich stolz.
Leider, vor lauter Freude oder wegen ungünstigem Lichteinfall oder weiß der Kuckuck, warum, hab ich dann aus dem Gehen heraus so einen blöden Anfall bekommen und bin aufs Kinn geknallt. Ich hab so einen Schrecken gehabt. Weh getan hat´s obendrein. Mama musste mit mir ins Spital fahren, und die riesige Platzwunde an meinem Kinn ist mit zwei Fäden genäht worden. Da hab ich geschrien! So eine Gemeinheit, sticht mich da der Arzt mit so einer spitzen Nadel mitten ins Kinn! Sonst sind die dort aber eh alle ganz nett im Spital.
Leider, vor lauter Freude oder wegen ungünstigem Lichteinfall oder weiß der Kuckuck, warum, hab ich dann aus dem Gehen heraus so einen blöden Anfall bekommen und bin aufs Kinn geknallt. Ich hab so einen Schrecken gehabt. Weh getan hat´s obendrein. Mama musste mit mir ins Spital fahren, und die riesige Platzwunde an meinem Kinn ist mit zwei Fäden genäht worden. Da hab ich geschrien! So eine Gemeinheit, sticht mich da der Arzt mit so einer spitzen Nadel mitten ins Kinn! Sonst sind die dort aber eh alle ganz nett im Spital.
Das erste Mal in Papas Linzer Wohnung
Im Zuge dieses Wochenendes in Oberösterreich und Salzburg (Isabella besuchen, Erstgespräch in der Partnerhunde-Agentur) haben wir zwei Mal in Linz übernachtet. Papas Wohnung ist nur 26m² groß, aber das hat mich gar nicht gestört. Im Gegenteil, es hat mir so gut gefallen, dass ich sogar die ganze Nacht auf sein wollte. Papa und Mama hat das nicht gefallen - aber was soll ich tun? Ich kann´s auch nicht immer allen recht machen...
Ich bekomme einen Hund!
Ja - nun steht es fest, ich werde einen Hund bekommen. Und zwar einen Partnerhund (www.partner-hunde.org). Wir waren für ein Erstgespräch in Nussdorf bei Salzburg, und alles ist genauestens besprochen worden. Die Hunde haben von unter meinem Kinderwagen immer Sachen rausgeholt, aber das hat der Chefin nicht so gefallen. Mir schon ;-) Außerdem ist einer immer zu mir gekommen und hat mir Bussis gegeben. Der war ganz weich, ich hab das genau gespürt.
Josefine hat die Hunde auch sehr gern und freut sich sehr, dass wir so einen lieben Hund bekommen werden. Sie akzeptiert, dass es mein Partnerhund ist - aber natürlich ist es ihr wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass es unser Hund sein wird. Jetzt müssen wir 4 bis 15 Monate warten, bis der richtige für mich gefunden wird.
Josefine hat die Hunde auch sehr gern und freut sich sehr, dass wir so einen lieben Hund bekommen werden. Sie akzeptiert, dass es mein Partnerhund ist - aber natürlich ist es ihr wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass es unser Hund sein wird. Jetzt müssen wir 4 bis 15 Monate warten, bis der richtige für mich gefunden wird.
Besuch bei Isabella und Co
Am 20.11. haben wir Isabella (www.isabella-online.blogspot.com) kennengelernt, ein Mädchen, die ungefähr so alt ist wie ich (ein paar Monate älter) und auch nicht lautsprachlich kommuniziert, sondern mit anderen Mitteln. Es war sehr spannend bei ihr zu Hause, weil sie viele Taster hat, mit denen man verschiedenste Sachen bedienen kann. Das Aquarium, das zu leuchten begonnen hat und wo sich die Fische bewegt haben, wenn man draufdrückt, hat mir besonders gut gefallen.
Mama hat sich auch sehr gefreut, Isabellas Mutter kennenzulernen - die beiden haben sehr viel miteinander gequatscht - das hat mir eh gepasst, weil so hab ich mich in Ruhe allein im Kinderzimmer umschauen können. Das ist toll, wenn man mal woanders ist, wo niemand hinter einem her ist, weil es nichts Gefährliches gibt oder nichts zum Kaputtmachen. Die pure Freiheit! Isabellas Treppenlift hat mir auch sehr gut gefallen. Endlich selber die Stiegen raufgehen und endlich niemand, der drüber stöhnt, wie schwer und groß ich schon bin.
Hier seht ihr, wie lustig wir es hatten!
Mama hat sich auch sehr gefreut, Isabellas Mutter kennenzulernen - die beiden haben sehr viel miteinander gequatscht - das hat mir eh gepasst, weil so hab ich mich in Ruhe allein im Kinderzimmer umschauen können. Das ist toll, wenn man mal woanders ist, wo niemand hinter einem her ist, weil es nichts Gefährliches gibt oder nichts zum Kaputtmachen. Die pure Freiheit! Isabellas Treppenlift hat mir auch sehr gut gefallen. Endlich selber die Stiegen raufgehen und endlich niemand, der drüber stöhnt, wie schwer und groß ich schon bin.
Hier seht ihr, wie lustig wir es hatten!
Donnerstag, 11. November 2010
Üben mit Michaela
Heute hat Mama Michaela eingeladen, die sie beim PECS Kurs kennengelernt hat, damit sie gemeinsam mit mir mit den Karten üben. Es hat mir so viel Spaß gemacht, und wie Mama richtig erkannt hat, habe ich dann auch gar keine epileptischen Anfälle, wenn ich so bei der Sache bin und motiviert bin, Dinge zu lernen.
Wir haben gespielt, Mama hat mir extra einen neuen, tollen Ball gekauft, der sieht so aus:
Josefine hat den gleichen in blau bekommen. Der lässt sich super drehen und fühlt sich so lustig spitz an auf den Stacheln. Ich weiß jetzt schon, dass ich, wenn ich den Ball haben will, zur Karte greifen muss - nur, wohin dann mit der Karte, das weiß ich oft nicht so genau, oder, manchmal weiß ich es, aber es gelingt mir nicht, umzusetzen. Mein Arm geht einfach nicht dorthin, wo ich will. Es ist schön, wenn das der "Promter" erkennt und mir dann hilft.
Beim Essen gab es Wurstbrot und Ei, und ich hatte sooo einen Hunger (ich habe gehört, wie Mama zu Michaela gesagt hat, dass sie mich "ausgehungert" hat, damit ich gut motiviert bin - bissi gemein, aber bitte...) - also hab ich der Mama ganz von allein die Wurstbrotkarte schön in die Hand gegeben. Ich habe Michaelas Hilfe die meiste Zeit nicht benötigt.
Einmal habe ich der Mama die Karte aus der Hand genommen,da ich schon, während ich noch an einem Bissen kaute, an den nächsten gedacht habe (wie gesagt, ich hatte Hunger). Also habe ich der Mama die Karte aus der Hand genommen und dann gleich wieder gegeben, damit ich mein Brot bekomme. Mama hat das sooo toll gefunden, sie hat mich hoch gelobt und mir dann ein riesiges Stück Wurstbrot gegeben - das war schön!
Michaela hatte dann die Idee, dass Mama sich rechts von mir hinsetzt, damit ich lerne, die Karte auch in ihre Hand zu geben, wenn sie nicht genau vor mir sitzt. Am Anfang hab ich mich nicht ausgekannt und mich gewundert, warum das nicht so funktioniert wie vorhin - ich hab doch nichts anders gemacht - einfach die Karte vor mich hingelegt (nur war da halt keine Hand, aber da kann ich ja nichts dafür). Michaela hat mir dann geholfen, und schon beim dritten Mal hab ich mich selbst um 90 Grad nach rechts gedreht und der Mama die Karte gegeben. Michaela und Mama waren ganz begeistert von mir.
Außerdem hat Michaela so eine tolle Wasserflasche mitgebracht mit Glitzer drin, und die hat mir sehr gut gefallen. Zum Abschied hab ich ihr die Hand gegeben. Die Mama hat fast geweint, und zwar deshalb, wie sie sagte, weil jemand mir die Hand zum Abschied hinhält und die Geduld aufbringt, bis ich meine Hand gebe - weil dass ich das kann, das weiß sie ja. Aber so kam es erstmals dazu, dass ich das auch machen konnte.
Wir haben gespielt, Mama hat mir extra einen neuen, tollen Ball gekauft, der sieht so aus:
Josefine hat den gleichen in blau bekommen. Der lässt sich super drehen und fühlt sich so lustig spitz an auf den Stacheln. Ich weiß jetzt schon, dass ich, wenn ich den Ball haben will, zur Karte greifen muss - nur, wohin dann mit der Karte, das weiß ich oft nicht so genau, oder, manchmal weiß ich es, aber es gelingt mir nicht, umzusetzen. Mein Arm geht einfach nicht dorthin, wo ich will. Es ist schön, wenn das der "Promter" erkennt und mir dann hilft.
Beim Essen gab es Wurstbrot und Ei, und ich hatte sooo einen Hunger (ich habe gehört, wie Mama zu Michaela gesagt hat, dass sie mich "ausgehungert" hat, damit ich gut motiviert bin - bissi gemein, aber bitte...) - also hab ich der Mama ganz von allein die Wurstbrotkarte schön in die Hand gegeben. Ich habe Michaelas Hilfe die meiste Zeit nicht benötigt.
Einmal habe ich der Mama die Karte aus der Hand genommen,da ich schon, während ich noch an einem Bissen kaute, an den nächsten gedacht habe (wie gesagt, ich hatte Hunger). Also habe ich der Mama die Karte aus der Hand genommen und dann gleich wieder gegeben, damit ich mein Brot bekomme. Mama hat das sooo toll gefunden, sie hat mich hoch gelobt und mir dann ein riesiges Stück Wurstbrot gegeben - das war schön!
Michaela hatte dann die Idee, dass Mama sich rechts von mir hinsetzt, damit ich lerne, die Karte auch in ihre Hand zu geben, wenn sie nicht genau vor mir sitzt. Am Anfang hab ich mich nicht ausgekannt und mich gewundert, warum das nicht so funktioniert wie vorhin - ich hab doch nichts anders gemacht - einfach die Karte vor mich hingelegt (nur war da halt keine Hand, aber da kann ich ja nichts dafür). Michaela hat mir dann geholfen, und schon beim dritten Mal hab ich mich selbst um 90 Grad nach rechts gedreht und der Mama die Karte gegeben. Michaela und Mama waren ganz begeistert von mir.
Außerdem hat Michaela so eine tolle Wasserflasche mitgebracht mit Glitzer drin, und die hat mir sehr gut gefallen. Zum Abschied hab ich ihr die Hand gegeben. Die Mama hat fast geweint, und zwar deshalb, wie sie sagte, weil jemand mir die Hand zum Abschied hinhält und die Geduld aufbringt, bis ich meine Hand gebe - weil dass ich das kann, das weiß sie ja. Aber so kam es erstmals dazu, dass ich das auch machen konnte.
PECS Kurs
Meine Mama hat am 2./3.11. in Wien den PECS Basiskurs besucht und schon vielen Leuten davon erzählt. Sie sagt, sie hat gar keinen Zweifel mehr, dass ich kommunizieren und wahrscheinlich auch reden lernen werde. Ich freu mich! Es ist schön, dass sie mir so viel zutraut. Ich selbst weiß es sowieso, dass ich alles lernen kann - aber eben nur, wenn ich die richtige Hilfe habe. Von selber leider nicht - das ärgert mich eh.
Montag, 1. November 2010
Ich kann das schon sehr gut....
... sagt Mama.
Heute morgen beim Frühstück hat sie mich gelobt, und ich hab gemerkt, wie sehr sie sich gefreut hat. Ich habe ihr die Karten richtig gut in die Hand gegeben, sie hält die Hand auch immer ruhig an einer Stelle, sodass mir das dann klar ist, was ich tun muss.
Es gab Käsebrot und Wurstbrot, und ich hab abwechselnd das eine und dann das andere haben wollen. Mama hat das sehr beeindruckt, dass ich so genau wusste, was ich wollte. Bei der Trinken Karte hab ich mich gefreut, dass sie sich bemüht hat, mich zu verstehen. Ich hab ihr die Trinken Karte gegeben, aber als sie mir den Becher hingehalten hat, habe ich gerochen, dass das Kirschsaft war, und ich mochte das in dem Moment nicht. Ich hab den Becher weggestoßen. Mein Papa hat gedacht, ich wollte wohl doch nicht trinken - aber Mama hat gesagt, er soll bitte einen Becher mit Wasser bringen, weil sie schon den Eindruck habe, dass ich trinken wolle. Und sie hatte ja recht! Nur diesen Saft wollte ich nicht. Es ist ungewöhnlich für mich, dass dem wirklich nachgegangen wird, was ich will. Ich merke, dass es die Leute nervt, wenn ich schreie, und oft geb ich mich deshalb mit was zufrieden, obwohl ich eigentlich gern etwas anderes hätte.
Nach dem Essen gab es zwei Spielsachen zur Auswahl. Ich nahm die eine Karte und spielte mit der Karte - aber dann, als ich gesehen habe, das andere Spielzeug ist der Schellenkranz, habe ich mit der rechten Hand die Schellenkranz-Karte genommen und der Mama in die Hand gegeben. Mama war ganz baff und hat gesagt: "Wow, er hat mit der linken Hand mit der einen Karte gespielt und dann mit der rechten Hand die andere Karte genommen und mir gegeben - das ist ganz toll!!!" Ich war dann sehr froh, dass ich meinen Schellenkranz hatte, weil den mag ich gern.
Den Leihrollstuhl haben wir heute getestet. Das ist was, sag ich euch! Da sieht man viel besser in alle Richtungen als in diesem Reha-Buggy. Und lustig wars, dass ich meinen Kopf zurückneigen konnte, weil die Lehne nicht so hoch ist wie ich es gewohnt bin. Das hab ich gleich mehrere Male ausprobiert.
Meine Schwester hat mich geschoben. Ein bisschen wild manchmal, aber ist ja eh lustig.
Heute morgen beim Frühstück hat sie mich gelobt, und ich hab gemerkt, wie sehr sie sich gefreut hat. Ich habe ihr die Karten richtig gut in die Hand gegeben, sie hält die Hand auch immer ruhig an einer Stelle, sodass mir das dann klar ist, was ich tun muss.
Es gab Käsebrot und Wurstbrot, und ich hab abwechselnd das eine und dann das andere haben wollen. Mama hat das sehr beeindruckt, dass ich so genau wusste, was ich wollte. Bei der Trinken Karte hab ich mich gefreut, dass sie sich bemüht hat, mich zu verstehen. Ich hab ihr die Trinken Karte gegeben, aber als sie mir den Becher hingehalten hat, habe ich gerochen, dass das Kirschsaft war, und ich mochte das in dem Moment nicht. Ich hab den Becher weggestoßen. Mein Papa hat gedacht, ich wollte wohl doch nicht trinken - aber Mama hat gesagt, er soll bitte einen Becher mit Wasser bringen, weil sie schon den Eindruck habe, dass ich trinken wolle. Und sie hatte ja recht! Nur diesen Saft wollte ich nicht. Es ist ungewöhnlich für mich, dass dem wirklich nachgegangen wird, was ich will. Ich merke, dass es die Leute nervt, wenn ich schreie, und oft geb ich mich deshalb mit was zufrieden, obwohl ich eigentlich gern etwas anderes hätte.
Nach dem Essen gab es zwei Spielsachen zur Auswahl. Ich nahm die eine Karte und spielte mit der Karte - aber dann, als ich gesehen habe, das andere Spielzeug ist der Schellenkranz, habe ich mit der rechten Hand die Schellenkranz-Karte genommen und der Mama in die Hand gegeben. Mama war ganz baff und hat gesagt: "Wow, er hat mit der linken Hand mit der einen Karte gespielt und dann mit der rechten Hand die andere Karte genommen und mir gegeben - das ist ganz toll!!!" Ich war dann sehr froh, dass ich meinen Schellenkranz hatte, weil den mag ich gern.
Den Leihrollstuhl haben wir heute getestet. Das ist was, sag ich euch! Da sieht man viel besser in alle Richtungen als in diesem Reha-Buggy. Und lustig wars, dass ich meinen Kopf zurückneigen konnte, weil die Lehne nicht so hoch ist wie ich es gewohnt bin. Das hab ich gleich mehrere Male ausprobiert.
Meine Schwester hat mich geschoben. Ein bisschen wild manchmal, aber ist ja eh lustig.
Sonntag, 17. Oktober 2010
Frühstück am Sonntag
Heute haben Papa und Mama nach längerer Zeit wieder beim Frühstück von mir verlangt, dass ich die Karten hergebe. Papa hat mir dabei geholfen und Mama hatte das Essen.
Papa hat ganz schön gestaunt, wie gut ich das gemacht habe. Ich hatte großen Hunger, es gab als erstes eine Walnuss, und ich hab die Karte für Walnuss der Mama schön in die Hand gelegt.
Während des Marmeladebrot-Essens (und nach den ganzen Walnüssen) bekam ich Durst und habe selbst die Karte mit dem "Glas mit Strohhalm" genommen. Das hat Mama ganz toll gefunden! Na, die soll auch ihre Freude haben. Würden sie mir mehr zutrauen, wäre es für mich auch leichter, mich mehr anzustrengen und zu zeigen, was ich noch alles kann. Außerdem hab ich genau gesehen, dass das nicht Wasser war in dem Glas, sondern irgendsoein leckerer Saft - ist doch klar, dass ich das dann haben will.
Papa hat ganz schön gestaunt, wie gut ich das gemacht habe. Ich hatte großen Hunger, es gab als erstes eine Walnuss, und ich hab die Karte für Walnuss der Mama schön in die Hand gelegt.
Während des Marmeladebrot-Essens (und nach den ganzen Walnüssen) bekam ich Durst und habe selbst die Karte mit dem "Glas mit Strohhalm" genommen. Das hat Mama ganz toll gefunden! Na, die soll auch ihre Freude haben. Würden sie mir mehr zutrauen, wäre es für mich auch leichter, mich mehr anzustrengen und zu zeigen, was ich noch alles kann. Außerdem hab ich genau gesehen, dass das nicht Wasser war in dem Glas, sondern irgendsoein leckerer Saft - ist doch klar, dass ich das dann haben will.
Schokotorte und so weiter!
Letzten Freitag hatte ich meine erste Rhythmikstunde. Der Raum hat mir sehr gut gefallen! Als erstes bin ich zu den Kongas und Bongos gekrabbelt, dort aufgestanden und hab gleich mal den Bongoständer umgehaut.
Ich habe dann mit einem orangenen Gummireifen gespielt und mit einem rosa Ball (der war lustig, mal ganz was Neues). Plötzlich hab ich am Klavier ein Stück Schokotorte entdeckt, die wollte ich dann haben. Und musste schon wieder die Karte dafür hergeben. Meine Mama und die Rhythmiklehrerin haben gleich gemerkt, ob ich mich gut anstrenge oder nicht. Die Torte war echt sehr gut. Hoffentlich gibts das nächstes Mal wieder.
Ich habe dann mit einem orangenen Gummireifen gespielt und mit einem rosa Ball (der war lustig, mal ganz was Neues). Plötzlich hab ich am Klavier ein Stück Schokotorte entdeckt, die wollte ich dann haben. Und musste schon wieder die Karte dafür hergeben. Meine Mama und die Rhythmiklehrerin haben gleich gemerkt, ob ich mich gut anstrenge oder nicht. Die Torte war echt sehr gut. Hoffentlich gibts das nächstes Mal wieder.
Sonntag, 3. Oktober 2010
Am Wochenende war was los!
Letztes Wochenende waren wir im Waldviertel und hatten viel Besuch. Noch dazu so liebe Leute, die mich genau beobachten und erkennen, dass ich überall interessiert dabei bin, auch wenn ich das nicht so wie andere zeigen kann. Der lange Spaziergang im Wald hat mir besonders gut gefallen. So einen bequemen tollen Kinderwagen wie ich hat ja sonst niemand. "Jakobmobil" hat die Mama gesagt, die anderen Kinder haben das sehr interessant gefunden.
Und etwas ganz Tolles darf ich stolz vermelden: endlich ist mir gelungen, was ich die letzten Wochen geübt habe: aus dem freien Stand etwas vom Boden aufheben und damit wieder aufstehen. Ich wusste doch, dass es einmal klappen würde... Mama war ganz stolz und hat es gleich allen erzählt, die es nicht selbst gesehen haben.
Und etwas ganz Tolles darf ich stolz vermelden: endlich ist mir gelungen, was ich die letzten Wochen geübt habe: aus dem freien Stand etwas vom Boden aufheben und damit wieder aufstehen. Ich wusste doch, dass es einmal klappen würde... Mama war ganz stolz und hat es gleich allen erzählt, die es nicht selbst gesehen haben.
Donnerstag, 30. September 2010
Frühstück
Heute hat Mama den "Schatten" gemacht und Papa mir das Essen gegeben. Es hat gut funktioniert. Ich habe gezeigt, was ich kann - aber das gelingt mir nur, wenn ich etwas wirklich will und wenn mir zugestanden wird, dass ich es kann. Ich habe bei "Banane" und bei "Marmeladenbrot" einige Male ganz toll dem Papa die Karte gereicht.
Für mich ist es schwer, die Karte länger in der Hand zu halten. Oft passiert es mir, dass ich die Karte gleich wieder fallen lasse, nachdem ich sie aufgehoben habe. Mama lässt das dann aber nicht gelten. Sie hat gesagt, ich muss lernen, die Karten länger in der Hand zu halten und vor allem auch sie wirklich dem Papa zu geben. Deshalb hat sie zu Papa gesagt, er soll seine Hand, in die ich die Karte legen soll, nicht zu nah zu mir halten, sodass ich mich hinstrecken muss und wirklich merke, dass ich sie jetzt ihm gebe. Das hilft mir wirklich - und ich bin stolz, dass ich das ein paar Mal richtig gut geschafft habe. Papa hat auch gestrahlt, wenn es mir gut gelungen ist.
Hier zeigt mir Mama eine Karte. Keine Ahnung, was das wieder soll. Sie sagt dazu "Jakobs Sessel". Jakob bin ich, aber was ist Sessel und was hat das hier beim Essen verloren?
Mir macht Lernen Spaß. Das ausschließliche ewige Herumzwirbeln von Gegenständen hab ich jetzt eh lang genug gemacht - es ist Zeit für was Neues. Also, sagen wir mal, zusätzlich. Das Zwirbeln will ich mir schon beibehalten, es macht mir einfach so viel Spaß.
Nach dem Essen hab ich meinen geliebten Igelring gekriegt. Das war wieder sowas, wo es mir ganz leicht gefallen ist, die Karte lang in der Hand zu halten und gut zu überreichen. Ich wollte einfach unbedingt SOFORT meinen Igelring haben. Der ist nämlich super, wisst ihr? Den kann man drehen, und es fühlt sich echt lustig an, wenn man draufbeisst. Dann spüre ich ganz deutlich, wo meine Lippen sind, wenn ich den zum Mund führe.
Für mich ist es schwer, die Karte länger in der Hand zu halten. Oft passiert es mir, dass ich die Karte gleich wieder fallen lasse, nachdem ich sie aufgehoben habe. Mama lässt das dann aber nicht gelten. Sie hat gesagt, ich muss lernen, die Karten länger in der Hand zu halten und vor allem auch sie wirklich dem Papa zu geben. Deshalb hat sie zu Papa gesagt, er soll seine Hand, in die ich die Karte legen soll, nicht zu nah zu mir halten, sodass ich mich hinstrecken muss und wirklich merke, dass ich sie jetzt ihm gebe. Das hilft mir wirklich - und ich bin stolz, dass ich das ein paar Mal richtig gut geschafft habe. Papa hat auch gestrahlt, wenn es mir gut gelungen ist.
Hier zeigt mir Mama eine Karte. Keine Ahnung, was das wieder soll. Sie sagt dazu "Jakobs Sessel". Jakob bin ich, aber was ist Sessel und was hat das hier beim Essen verloren?
Mir macht Lernen Spaß. Das ausschließliche ewige Herumzwirbeln von Gegenständen hab ich jetzt eh lang genug gemacht - es ist Zeit für was Neues. Also, sagen wir mal, zusätzlich. Das Zwirbeln will ich mir schon beibehalten, es macht mir einfach so viel Spaß.
Nach dem Essen hab ich meinen geliebten Igelring gekriegt. Das war wieder sowas, wo es mir ganz leicht gefallen ist, die Karte lang in der Hand zu halten und gut zu überreichen. Ich wollte einfach unbedingt SOFORT meinen Igelring haben. Der ist nämlich super, wisst ihr? Den kann man drehen, und es fühlt sich echt lustig an, wenn man draufbeisst. Dann spüre ich ganz deutlich, wo meine Lippen sind, wenn ich den zum Mund führe.
Mittwoch, 29. September 2010
Oma auf Besuch!
Heute nachmittag war Oma auf Besuch bei uns. Das war sehr schön. Wir haben gemeinsam Jause gegessen, ich habe den besten Schokokuchen, den es gibt, bekommen. Mama hat mir geholfen, der Oma die Karte zu geben, wenn ich von ihr ein Stück Kuchen haben wollte.
Manchmal hab ich ganz gut mitgemacht, aber ich kenn mich nicht so gut aus, wenn ich den Kuchen auch krieg, wenn ich nicht gut mitmache. Dann weiß ich nicht, soll ich mich jetzt anstrengen oder ist es eh egal? Mama hat zu Oma immer gesagt, dass es für mich eine Hilfe ist, wenn Oma mir das Kuchenstück wirklich nur gibt, wenn ich ihr die Karte gut in die Hand gebe. Mama hat gesagt, dass ich das sonst nicht lernen kann, wenn es dem einen Kuchengeber reicht, wenn ich die Karte angreife und dem nächsten reicht, wenn ich sie in irgendeine Richtung schmeiße. Oma hat das eh eingesehen, aber sie hat mich so lieb und will es mir leicht machen und mir helfen.
Ich muss aber auch zugeben, dass Mama recht hat und dass es mir fürs Lernen wirklich leichter fällt, wenn das, was ich tue, ganz klare Folgen hat - nicht einmal so, einmal so. Das viele Reden macht mich auch ganz nervös. Ich höre dann nur noch so einen Worteschwall, ich nehm den Inhalt gar nicht wahr. Am liebsten ist mir, einmal klar gesagt, was zu tun ist, und dann mir Zeit lassen, damit ich das tun kann, es mir auch zutrauen und mir den Kuchen wirklich erst geben, wenn ich die Karte gut in die Hand abgegeben habe. Dann kenn ich mich aus, und dann hab ich das Gefühl, ich hab was geschafft, wenn ich meinen Kuchen schließlich bekomme.
Auch das Ketchup und das Salz hat sie fotografiert. Sie hat immer gesagt, sie will mir Ketchup auf den Kuchen geben und dann gelacht. Ich habe zwar nicht verstanden, warum sie lacht, aber ich mag es, wenn sie lacht.
Sie hat dann, während Oma und Mama mit mir gegessen haben, sehr viele Bildkarten abfotografiert, weil sie immer der Mama alles nachmacht. Dann war die Batterie vom Fotoapparat leer. Ich merke oft, dass die Erwachsenen sich ziemlich konzentrieren müssen, wenn sie so mit mir kommunizieren üben.
Nach dem Essen habe ich ein Spielzeug gekriegt - aber nicht wie früher, einfach so, sondern ich habe wieder die Karte dafür hergeben müssen. Kein Problem. Ist eh nicht schwer, eine Karte zu nehmen und jemandem zu geben - aber: pssst, das darf niemand wissen!
Mama hat mich heute ein bisschen früher von der Nachmittagsbetreuung abgeholt, weil sie "Klassenforum" hatte, wie sie erzählt hat. Sie war ganz gut aufgelegt und hat gesagt, dass die Schule für mich so toll ist - und immer erzählt sie von einem Schwimmbad - aber ich hab noch keines gesehen. (Schule ist noch im Umbau)
Hier sind Anna und Daniel, meine Lehrerin und mein Lehrer in der Schule. Ich mag sie beide sehr gerne.
Manchmal hab ich ganz gut mitgemacht, aber ich kenn mich nicht so gut aus, wenn ich den Kuchen auch krieg, wenn ich nicht gut mitmache. Dann weiß ich nicht, soll ich mich jetzt anstrengen oder ist es eh egal? Mama hat zu Oma immer gesagt, dass es für mich eine Hilfe ist, wenn Oma mir das Kuchenstück wirklich nur gibt, wenn ich ihr die Karte gut in die Hand gebe. Mama hat gesagt, dass ich das sonst nicht lernen kann, wenn es dem einen Kuchengeber reicht, wenn ich die Karte angreife und dem nächsten reicht, wenn ich sie in irgendeine Richtung schmeiße. Oma hat das eh eingesehen, aber sie hat mich so lieb und will es mir leicht machen und mir helfen.
Ich muss aber auch zugeben, dass Mama recht hat und dass es mir fürs Lernen wirklich leichter fällt, wenn das, was ich tue, ganz klare Folgen hat - nicht einmal so, einmal so. Das viele Reden macht mich auch ganz nervös. Ich höre dann nur noch so einen Worteschwall, ich nehm den Inhalt gar nicht wahr. Am liebsten ist mir, einmal klar gesagt, was zu tun ist, und dann mir Zeit lassen, damit ich das tun kann, es mir auch zutrauen und mir den Kuchen wirklich erst geben, wenn ich die Karte gut in die Hand abgegeben habe. Dann kenn ich mich aus, und dann hab ich das Gefühl, ich hab was geschafft, wenn ich meinen Kuchen schließlich bekomme.
Josefine hat Fotos gemacht.
Sie hat dann, während Oma und Mama mit mir gegessen haben, sehr viele Bildkarten abfotografiert, weil sie immer der Mama alles nachmacht. Dann war die Batterie vom Fotoapparat leer. Ich merke oft, dass die Erwachsenen sich ziemlich konzentrieren müssen, wenn sie so mit mir kommunizieren üben.
Nach dem Essen habe ich ein Spielzeug gekriegt - aber nicht wie früher, einfach so, sondern ich habe wieder die Karte dafür hergeben müssen. Kein Problem. Ist eh nicht schwer, eine Karte zu nehmen und jemandem zu geben - aber: pssst, das darf niemand wissen!
Mama hat mich heute ein bisschen früher von der Nachmittagsbetreuung abgeholt, weil sie "Klassenforum" hatte, wie sie erzählt hat. Sie war ganz gut aufgelegt und hat gesagt, dass die Schule für mich so toll ist - und immer erzählt sie von einem Schwimmbad - aber ich hab noch keines gesehen. (Schule ist noch im Umbau)
Hier sind Anna und Daniel, meine Lehrerin und mein Lehrer in der Schule. Ich mag sie beide sehr gerne.
Meine Klasse wird immer toller. Ich kann schon die halbe Strecke alleine gehen! Jetzt gibt es Kletterbausteine in der Kuschelecke, die gefallen mir sehr gut!
Und das sind Berni und Brigitte, die Betreuerinnen von der Nachmittagsbetreuung. Sie haben immer gute Ideen und haben schon richtig bemerkt, dass mir das dort alles viel zu aufregend ist zum Schlafen. Heute haben wir mit verschiedenem Papier gespielt, und das hat mir großen Spaß gemacht. Außerdem haben Berni und Brigitte heute bemerkt, dass ich Sachen ganz toll drehen kann, Mama war ganz erstaunt, als sie kam, dass ich mit einem Stofftier spielte, weil Stofftiere mag ich ja normal nicht. Aber dieses von der Nachmittagsbetreuung, das kann ich ganz toll drehen, und deshalb gefällt es mir so gut.
Seht mal her, so schaut das aus:
Berni und Brigitte
Das ist die Ecke, wo ich schlafen sollte - ist doch langweilig; herumkrabbeln und spielen ist viel lustiger.
Dienstag, 28. September 2010
Frühstück, Walnuss und Wochenplan
Heute gabs zum Frühstück wieder Wurstbrot. Davor hab ich ein paar Walnüsse gekriegt. Mama hat die Karten auf eine Platte mit Klettband gegeben, da sie dachte, das geht besser für mich. Es war aber sehr schwierig - also echt, da muss man so fest dran anziehen, und wenn das nicht gleich klappt, vergeht einem ja überhaupt die Lust. Papa hat auch dauernd gesagt, das ist wirklich schwierig für mich... er hat gesagt, ein Magnetbrett wäre gut. Mama hat das eingesehen.
Also, das war so. Josefine wurde versorgt mit ihrem Butter-Honig-Kipferl, damit Papa und Mama mir helfen können beim Essen. Die Mappe mit den Symbolen "Essen" und "Frühstück" stand schon am Tisch.
Dann bekam ich zur Vorspeise Walnüsse. Mmmh, die mag ich so gerne. Wie man hier sieht, greif ich natürlich zur Nuss. Ist doch klar. Eine Karte mit einer Nuss drauf kann man schließlich nicht essen (obwohl ich das zugegebenermaßen auch schon probiert habe).
Naja, und dann, wie ihr schon wisst, das Prozedere mit Karte übergeben müssen... wie schon gesagt, war das etwas schwierig mit diesem Klettband.
Ich hatte großen Hunger, und ich liebe Nüsse, und hab einmal der Mama ganz von selber ohne Hilfe die Karte in die Hand gegeben. Zu oft sollte ich das aber nicht machen, weil sonst sagt sie wieder: "Wir haben ja gesehen, dass er das kann, also können wir es auch von ihm erwarten." Also, ihr wisst, was das bedeutet... nie wieder einfach so gefüttert werden. Also das muss ich mir schon gut überlegen, ob ich das wirklich will...
Wir haben uns heute Zeit gelassen. Dadurch bin ich zu spät in die Schule gekommen. Mama hat gesagt, das, was wir hier machen, ist für mich auch Schule. Sie meinte, das hätte mehr Sinn als jetzt hektisch zu versuchen, noch möglichst pünktlich zu sein und mich ohne Frühstück in die Schule zu bringen. Es haben nämlich alle verschlafen. Normal wecke ich alle auf - Mama sagt immer, sie braucht keinen Wecker, weil ich bin ihr kleines Weckerchen - aber heute hab ich selbst länger geschlafen, da ich gestern so lang nicht einschlafen konnte und der Tag für mich so anstrengend war, da es der erste Tag in der Nachmittagsbetreuung war, und auch noch Feldenkraistherapie am Nachmittag, ohne Mittagsschlaf!
Papa hat beim Frühstück gemäß PECS die Rolle des "Schatten" gespielt. Er hat heute mal zu Mama gesagt: "Bitte nicht mit dem Schatten schimpfen." weil die Mama ihn so oft zurechtgewiesen hat. Das war dann sehr lustig. Josefine hat auch ganz aufmerksam zugeschaut und manchmal gelacht, zum Beispiel, wenn ich an der Karte herumgezupft habe. Ich mag das, wenn sie über Sachen lacht, die ich mache.
Schließlich hat Josefine dann gefragt, ob sie Fotos machen kann. Mama war das nur recht, denn wie soll sie gleichzeitig fotografieren und mir mein Essen reichen?!
Nach den ganzen Nüssen und dem Brot war ich so durstig, dass ich kurzerhand entschlossen habe, der Mama die Karte für "Glas mit Strohhalm" zu geben. Papa hat nur "Wow!" gesagt und Mama war auch ganz erstaunt. Ich versteh das nicht. Zuerst sagt sie immer, sie weiß eh, dass ich das Prinzip schon kann und verstanden habe, und dann wundert sie sich so, wenn ich es anwende. Also, gut zu wissen für mich, sie glaubts ja doch nicht so recht - das heißt, wenn ich mal keine Lust hab, kann ich mich einfach ein bissi dumm stellen. Man muss nur in eine andere Richtung schauen oder so abwesend tun, dann glauben die, man kriegt nichts mit. Hehe, wenn die wüssten...
Nach dem Frühstück hab ich dann mit der Karte nach meinem gelben Ring verlangt. Ja, das hab ich auch wieder schnell und gut gemacht, weil ich einfach endlich wieder etwas zwirbeln und drehen wollte - hatte schon so Sehnsucht danach.
Am Nachmittag hat die Mama den "Schatten" gemacht und Josefine hat mir die Nüsse gereicht. Die ist ja fies und macht genau das, was die Mama auch immer macht. Sie gibt mir die Nuss einfach nicht, wenn ich ihr die Karte nicht gebe. Und sie erkennt genau, ob ich sie ihr wirklich gebe und mich bemühe oder ob ich sie halbherzig in ihre Richtung werfe. Meine Schwester ist wirklich lieb. Aber warum sie jetzt immer mit diesem Tuch herumrennt, weiß kein Mensch. Seht ihr, was ich meine?
Anmerkung von Jakobs Mama: Heute haben wir es - nach fast zwei Jahren - geschafft, den magnetischen Wochenplan auch tatsächlich aufzuhängen (angefertigt hatte ich ihn im Dezember 2008). Die Karten sind ja alle gar nicht mehr aktuell (damals gabs noch anderes Nachmittagsprogramm bzw. war Jakob ja noch im Kindergarten und nicht in der Schule). Noch sind nicht alle Karten fertig - aber bald! Josefine hat heute abend schon auf den Plan geschaut und gesagt: "In zwei Tagen ist wieder Waldtag." Ihr gefallen auch die Karten, die ich für Jakob gemacht habe, sehr gut. Die sind sooo schön, sagt sie.
Also, das war so. Josefine wurde versorgt mit ihrem Butter-Honig-Kipferl, damit Papa und Mama mir helfen können beim Essen. Die Mappe mit den Symbolen "Essen" und "Frühstück" stand schon am Tisch.
Dann bekam ich zur Vorspeise Walnüsse. Mmmh, die mag ich so gerne. Wie man hier sieht, greif ich natürlich zur Nuss. Ist doch klar. Eine Karte mit einer Nuss drauf kann man schließlich nicht essen (obwohl ich das zugegebenermaßen auch schon probiert habe).
Naja, und dann, wie ihr schon wisst, das Prozedere mit Karte übergeben müssen... wie schon gesagt, war das etwas schwierig mit diesem Klettband.
Ich hatte großen Hunger, und ich liebe Nüsse, und hab einmal der Mama ganz von selber ohne Hilfe die Karte in die Hand gegeben. Zu oft sollte ich das aber nicht machen, weil sonst sagt sie wieder: "Wir haben ja gesehen, dass er das kann, also können wir es auch von ihm erwarten." Also, ihr wisst, was das bedeutet... nie wieder einfach so gefüttert werden. Also das muss ich mir schon gut überlegen, ob ich das wirklich will...
Wir haben uns heute Zeit gelassen. Dadurch bin ich zu spät in die Schule gekommen. Mama hat gesagt, das, was wir hier machen, ist für mich auch Schule. Sie meinte, das hätte mehr Sinn als jetzt hektisch zu versuchen, noch möglichst pünktlich zu sein und mich ohne Frühstück in die Schule zu bringen. Es haben nämlich alle verschlafen. Normal wecke ich alle auf - Mama sagt immer, sie braucht keinen Wecker, weil ich bin ihr kleines Weckerchen - aber heute hab ich selbst länger geschlafen, da ich gestern so lang nicht einschlafen konnte und der Tag für mich so anstrengend war, da es der erste Tag in der Nachmittagsbetreuung war, und auch noch Feldenkraistherapie am Nachmittag, ohne Mittagsschlaf!
Papa hat beim Frühstück gemäß PECS die Rolle des "Schatten" gespielt. Er hat heute mal zu Mama gesagt: "Bitte nicht mit dem Schatten schimpfen." weil die Mama ihn so oft zurechtgewiesen hat. Das war dann sehr lustig. Josefine hat auch ganz aufmerksam zugeschaut und manchmal gelacht, zum Beispiel, wenn ich an der Karte herumgezupft habe. Ich mag das, wenn sie über Sachen lacht, die ich mache.
Schließlich hat Josefine dann gefragt, ob sie Fotos machen kann. Mama war das nur recht, denn wie soll sie gleichzeitig fotografieren und mir mein Essen reichen?!
Nach den ganzen Nüssen und dem Brot war ich so durstig, dass ich kurzerhand entschlossen habe, der Mama die Karte für "Glas mit Strohhalm" zu geben. Papa hat nur "Wow!" gesagt und Mama war auch ganz erstaunt. Ich versteh das nicht. Zuerst sagt sie immer, sie weiß eh, dass ich das Prinzip schon kann und verstanden habe, und dann wundert sie sich so, wenn ich es anwende. Also, gut zu wissen für mich, sie glaubts ja doch nicht so recht - das heißt, wenn ich mal keine Lust hab, kann ich mich einfach ein bissi dumm stellen. Man muss nur in eine andere Richtung schauen oder so abwesend tun, dann glauben die, man kriegt nichts mit. Hehe, wenn die wüssten...
Nach dem Frühstück hab ich dann mit der Karte nach meinem gelben Ring verlangt. Ja, das hab ich auch wieder schnell und gut gemacht, weil ich einfach endlich wieder etwas zwirbeln und drehen wollte - hatte schon so Sehnsucht danach.
Am Nachmittag hat die Mama den "Schatten" gemacht und Josefine hat mir die Nüsse gereicht. Die ist ja fies und macht genau das, was die Mama auch immer macht. Sie gibt mir die Nuss einfach nicht, wenn ich ihr die Karte nicht gebe. Und sie erkennt genau, ob ich sie ihr wirklich gebe und mich bemühe oder ob ich sie halbherzig in ihre Richtung werfe. Meine Schwester ist wirklich lieb. Aber warum sie jetzt immer mit diesem Tuch herumrennt, weiß kein Mensch. Seht ihr, was ich meine?
Anmerkung von Jakobs Mama: Heute haben wir es - nach fast zwei Jahren - geschafft, den magnetischen Wochenplan auch tatsächlich aufzuhängen (angefertigt hatte ich ihn im Dezember 2008). Die Karten sind ja alle gar nicht mehr aktuell (damals gabs noch anderes Nachmittagsprogramm bzw. war Jakob ja noch im Kindergarten und nicht in der Schule). Noch sind nicht alle Karten fertig - aber bald! Josefine hat heute abend schon auf den Plan geschaut und gesagt: "In zwei Tagen ist wieder Waldtag." Ihr gefallen auch die Karten, die ich für Jakob gemacht habe, sehr gut. Die sind sooo schön, sagt sie.
Montag, 27. September 2010
Bildkarten erstellen
Anmerkung von Jakobs Mama:
Bei dem Versuch, schöne Bildkarten zu erstellen, bin ich darauf gekommen, Fotos aus www.images.google.com zu benutzen, da der Hintergrund der Fotos dort schön weiß ist - selbst kriegt man das nicht so gut hin. Ich habe herumgeschnipselt, geklebt und laminiert, und jetzt gibt es schon einige Karten für Essen, und zwei für Spielsachen.
Essen/Trinken:
Banane, Kuchen, Schnitzel, Streichwurst Brot,
Wurstbrot, Käsebrot, Marmeladenbrot, Ei,
Walnuss, Soletti, Glas mit Strohhalm, Glas
Spielzeug:
Igelball, gelber Ring
Bei dem Versuch, schöne Bildkarten zu erstellen, bin ich darauf gekommen, Fotos aus www.images.google.com zu benutzen, da der Hintergrund der Fotos dort schön weiß ist - selbst kriegt man das nicht so gut hin. Ich habe herumgeschnipselt, geklebt und laminiert, und jetzt gibt es schon einige Karten für Essen, und zwei für Spielsachen.
Essen/Trinken:
Banane, Kuchen, Schnitzel, Streichwurst Brot,
Wurstbrot, Käsebrot, Marmeladenbrot, Ei,
Walnuss, Soletti, Glas mit Strohhalm, Glas
Spielzeug:
Igelball, gelber Ring
Gut geschlafen!
Letzte Nacht hab ich gut geschlafen. Zwölf Stunden hab ich durchgeschlafen. In der Früh, nach dem Aufwachen hatte ich leider sehr viele Anfälle. Zum Frühstück gab es Wurstbrot und hartgekochtes Ei - wieder mit den Karten. Mama hat eh Fotos gemacht (leider hat da was nicht geklappt und sie sind nicht auf der Speicherkarte). Ich hatte großen Hunger, wie immer in der Früh, und hab gleich zu den Karten gegriffen. Mama war ganz streng, wenn ich damit spielen wollte.
Manchmal hat sie mich auch missverstanden. Da wollte ich gar nicht mit der Karte spielen, ich wollte sie ihr eh geben, aber die sind ja so schwer zu halten... und außerdem bin ich es so gewohnt, Dinge, die ich in den Händen halte, zu zwirbeln, das mach ich halt so gern. Auch, wenn ich die Karte in den Mund genommen habe, hat Mama sie mir weggenommen und auf den Tisch gelegt. Sie hat gesagt, sie wird etwas basteln, damit ich sie einfacher nehmen kann.
Besonders gefreut hab ich mich, wie Mama erkannt hat, dass ich die Karten gern alleine (ohne Papas Hilfe) hergeben möchte. Als ich Durst hatte, hab ich die Karte mit dem Glas mit Strohhalm ganz alleine Mama gegeben und mich sehr gefreut, dass ich das geschafft habe. Papa und Mama haben nur so geschaut!
Nach einiger Zeit hatte ich dann schon nicht mehr so einen großen Hunger, weil der vergeht ja, wenn man was isst - naja, und dann wollt ich mich gleich weniger anstrengen für mein Essen. Mama hat das aber gemerkt und ist ganz streng geblieben und hat zu Papa gesagt, "wenn er noch was will, wird er mir die Karte geben." Ich gebs zu, dass ich mich manchmal wirklich nur halbherzig bemüht habe, einmal hab ich die Karte genommen und dann halt so hinter mich geschmissen. Papa hätte das gelten lassen - aber Mama war sehr streng. Sie hat gesagt, dass ich das besser kann, und dass sie darauf warten wird, dass ich es besser mache. Zu mir hat sie auch gesagt: "Das kannst du schon besser."
Sie hat eh recht. Aber wieso weiß sie das plötzlich so genau?
Manchmal hat sie mich auch missverstanden. Da wollte ich gar nicht mit der Karte spielen, ich wollte sie ihr eh geben, aber die sind ja so schwer zu halten... und außerdem bin ich es so gewohnt, Dinge, die ich in den Händen halte, zu zwirbeln, das mach ich halt so gern. Auch, wenn ich die Karte in den Mund genommen habe, hat Mama sie mir weggenommen und auf den Tisch gelegt. Sie hat gesagt, sie wird etwas basteln, damit ich sie einfacher nehmen kann.
Besonders gefreut hab ich mich, wie Mama erkannt hat, dass ich die Karten gern alleine (ohne Papas Hilfe) hergeben möchte. Als ich Durst hatte, hab ich die Karte mit dem Glas mit Strohhalm ganz alleine Mama gegeben und mich sehr gefreut, dass ich das geschafft habe. Papa und Mama haben nur so geschaut!
Nach einiger Zeit hatte ich dann schon nicht mehr so einen großen Hunger, weil der vergeht ja, wenn man was isst - naja, und dann wollt ich mich gleich weniger anstrengen für mein Essen. Mama hat das aber gemerkt und ist ganz streng geblieben und hat zu Papa gesagt, "wenn er noch was will, wird er mir die Karte geben." Ich gebs zu, dass ich mich manchmal wirklich nur halbherzig bemüht habe, einmal hab ich die Karte genommen und dann halt so hinter mich geschmissen. Papa hätte das gelten lassen - aber Mama war sehr streng. Sie hat gesagt, dass ich das besser kann, und dass sie darauf warten wird, dass ich es besser mache. Zu mir hat sie auch gesagt: "Das kannst du schon besser."
Sie hat eh recht. Aber wieso weiß sie das plötzlich so genau?
Sonntag, 26. September 2010
Mein erstes Frühstück mit vier Bildkarten!
Heute haben Papa und Mama ganz allein mit mir gefrühstückt. Josefine war bei Oma auf Besuch. Mama hat Essen fotografiert und daraus Karten gemacht, die sie einlaminiert hat. Es gab vier Sachen zur Auswahl, Wurstbrot, Ei, Kuchen und Trinken.
Ich war beim Kinderzimmer spielen, als Mama gekommen ist und mir alles gezeigt hat - das Essen und die Fotokarten dazu. Sie hat gesagt, ich soll zum Tisch kommen, wenn ich etwas möchte. Das hab ich dann auch gemacht. Aber zwei Meter vor dem Tisch hab ich´s mir dann anders überlegt. Immerhin war Papa auch da, der ist eh so groß und stark und hat nicht solche Rückenschmerzen wie Mama, der hätte mich doch zum Tisch tragen können.
Aber nein, Mama hat es ihm verboten, und mich hat sie einfach ignoriert. Seelenruhig hat sie zu Papa gesagt, dass ich dann schon kommen werde, und dass ich sehr intelligent bin, weil ich nur das mache, was immer zielführend war, nämlich herumjammern, bis mich wer holt und zum Tisch trägt. Wie gemein!
Irgendwann war dann aber mein Hunger so groß, dass ich nicht mehr warten wollte. Ok, hab ich mir gedacht, hat Mama halt gewonnen, und bin zum Tisch gekrabbelt und dort aufgestanden. Wui, da hat mich Mama gelobt und mir in den Sessel geholfen. Und ich hab mich gefreut, als ich all die guten Sachen zum Essen gesehen habe.
Die Karten haben mir wirklich gut gefallen, ich habe sie lange und aufmerksam angeschaut. Papa hat mir geholfen, eine Karte zu nehmen und Mama zu geben. Ich wollte immer die Zeichen machen, die ich gelernt habe, für Brot und für Trinken - aber meine Mama hat gesagt, dass ich das neue System mit den Karten sicher rasch lernen werde, wenn sie und Papa das jetzt konsequent machen. O Gott, ich muss das jetzt immer tun beim Essen?
Beim Kuchen hat Mama mich besonders gelobt, weil ich anstatt zum Kuchen gleich zur Karte gegriffen habe - also das Prinzip schon verstanden habe. Für die Kartenübergabe brauch ich halt noch Hilfe. Mama und Papa haben sich dann noch unterhalten, wie man das optimaler mit den Karten gestalten kann, da waren sie sich wieder mal uneins... mühsam ist das. Jedenfalls waren sie beide sehr stolz auf mich, und das hat sich richtig gut angefühlt.
Ich war beim Kinderzimmer spielen, als Mama gekommen ist und mir alles gezeigt hat - das Essen und die Fotokarten dazu. Sie hat gesagt, ich soll zum Tisch kommen, wenn ich etwas möchte. Das hab ich dann auch gemacht. Aber zwei Meter vor dem Tisch hab ich´s mir dann anders überlegt. Immerhin war Papa auch da, der ist eh so groß und stark und hat nicht solche Rückenschmerzen wie Mama, der hätte mich doch zum Tisch tragen können.
Aber nein, Mama hat es ihm verboten, und mich hat sie einfach ignoriert. Seelenruhig hat sie zu Papa gesagt, dass ich dann schon kommen werde, und dass ich sehr intelligent bin, weil ich nur das mache, was immer zielführend war, nämlich herumjammern, bis mich wer holt und zum Tisch trägt. Wie gemein!
Irgendwann war dann aber mein Hunger so groß, dass ich nicht mehr warten wollte. Ok, hab ich mir gedacht, hat Mama halt gewonnen, und bin zum Tisch gekrabbelt und dort aufgestanden. Wui, da hat mich Mama gelobt und mir in den Sessel geholfen. Und ich hab mich gefreut, als ich all die guten Sachen zum Essen gesehen habe.
Die Karten haben mir wirklich gut gefallen, ich habe sie lange und aufmerksam angeschaut. Papa hat mir geholfen, eine Karte zu nehmen und Mama zu geben. Ich wollte immer die Zeichen machen, die ich gelernt habe, für Brot und für Trinken - aber meine Mama hat gesagt, dass ich das neue System mit den Karten sicher rasch lernen werde, wenn sie und Papa das jetzt konsequent machen. O Gott, ich muss das jetzt immer tun beim Essen?
Beim Kuchen hat Mama mich besonders gelobt, weil ich anstatt zum Kuchen gleich zur Karte gegriffen habe - also das Prinzip schon verstanden habe. Für die Kartenübergabe brauch ich halt noch Hilfe. Mama und Papa haben sich dann noch unterhalten, wie man das optimaler mit den Karten gestalten kann, da waren sie sich wieder mal uneins... mühsam ist das. Jedenfalls waren sie beide sehr stolz auf mich, und das hat sich richtig gut angefühlt.
Samstag, 25. September 2010
Jetzt gehts los...
Heute hat meine Mama beschlossen, diesen Blog für mich ins Leben zu rufen. Beim Frühstück hab ich schon gemerkt, irgendwas ist anders... sie hat sich aufgeregt, dass ich nicht selbst zum Tisch komme und auch gesagt: "Der ist doch nicht behindert!" Dabei bin ich das natürlich! Und das wissen alle, deshalb kann ich es mir zunutze machen. Ist doch viel angenehmer, wenn einen jemand holt und zum Tisch trägt als wenn man selbst initiativ werden muss.
Es macht mir Angst, wenn plötzlich Leistungen von mir erwartet werden, die ich nie bringen musste. Gleichzeitig macht es mich unglaublich stolz, wenn ich dann etwas schaffe, und ich fühle eine starke Verbindung zu Mama, wenn sie mir so viel zutraut. Wenn ich mich ärgere darüber, dass ich mich anstrengen soll, dann beiße ich mich und wünsche mir, Mama würde das von mir nicht fordern. Bei Oma oder nur mit Papa alleine ist das meistens anders - da krieg beim leisesten Muckser gleich, was ich will. Ich hab das ziemlich gut heraußen, welche Register ich ziehen muss. Aber alles wird hier am ersten Tag des Blogs auch nicht gleich verraten...
Es macht mir Angst, wenn plötzlich Leistungen von mir erwartet werden, die ich nie bringen musste. Gleichzeitig macht es mich unglaublich stolz, wenn ich dann etwas schaffe, und ich fühle eine starke Verbindung zu Mama, wenn sie mir so viel zutraut. Wenn ich mich ärgere darüber, dass ich mich anstrengen soll, dann beiße ich mich und wünsche mir, Mama würde das von mir nicht fordern. Bei Oma oder nur mit Papa alleine ist das meistens anders - da krieg beim leisesten Muckser gleich, was ich will. Ich hab das ziemlich gut heraußen, welche Register ich ziehen muss. Aber alles wird hier am ersten Tag des Blogs auch nicht gleich verraten...
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